27. Janu­ar, Düren: «Radi­ka­len­er­lass» – Gespräch und Dis­kus­si­on

«Radi­ka­len­er­lass» und Berufs­ver­bo­te – 45 Jah­re dana­ch

Fr, 27. Janu­ar 2017, 19:00 Uhr
KOMM – Düren, August-Klotz-Stra­ße 21, 52349 Düren

45 Jah­re nach dem soge­nann­ten «Radi­ka­len­er­lass» aus dem Jahr 1972 pla­nen wir eine Ver­an­stal­tung, u.a. mit Betrof­fe­nen aus der Regi­on.

Quel­le: Ber­tram-Wie­land-Archiv


KOMMWeb­sei­te


Pres­se­mit­tei­lung der DKP Nord­rhein-West­fa­len


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Pres­se­mit­tei­lung der DKP
Nord­rhein-West­fa­len
vom 4. Novem­ber 2016

Anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche
Alter­na­ti­ve

DKP kan­di­diert zu den Land­tags­wah­len in NRW

Die Deut­sche Kom­mu­nis­ti­sche Par­tei (DKP) tritt mit einer Lan­des­lis­te zu den Land­tags­wah­len in Nord­rhein-West­fa­len im Mai 2017 an. Sie will sich in ihrem Wahl­kampf sowohl gegen die unter­neh­mer­freund­li­che Poli­tik der Lan­des­re­gie­rung als auch gegen die rech­te Het­ze der AfD rich­ten. Ihre For­de­run­gen hat sie in ihrem «Sofort­pro­gramm für NRW» zusam­men­ge­fasst.

Bei ihrer Lan­des­mit­glie­der­ver­samm­lung am 23. Okto­ber beschlos­sen die DKP-Mit­glie­der der bei­den Bezirks­or­ga­ni­sa­tio­nen Rhein­land-West­fa­len und Ruhr-West­fa­len, zu den Land­tags­wah­len anzu­tre­ten und wähl­ten eine Lan­des­lis­te. Auf den ers­ten drei Lis­ten­plät­zen kan­di­die­ren:

  • Siw Mam­mit­sch, Essen, 39 Jah­re, Sozi­al­wis­sen­schaft­le­rin, Geschäfts­füh­re­rin eines Mie­ter­ver­eins;
  • Peter Lom­mes, Kre­feld, 60 Jah­re, Kauf­mann in der Woh­nungs­wirt­schaft, Vor­sit­zen­der des FB 13 im Ver­di Bez. Lin­ker Nie­der­rhein
  • Shab­nam Shari­at­pa­na­hi, Duis­burg, 36 Jah­re, mit Eltern im Alter von 12 Jah­ren aus poli­ti­schen Grün­den aus dem Iran geflüch­tet, Diplom Päd­ago­gin.

Außer­dem will die DKP in meh­re­ren Wahl­krei­sen Direkt­kan­di­da­ten auf­stel­len.

«Krieg ist Flucht­ur­sa­che Num­mer Eins» – und: «Geld ist genug da – es muss umver­teilt wer­den», stellt die DKP NRW in ihrem Sofort­pro­gramm fest, mit dem sie in den Land­tags­wahl­kampf geht. Mit ihren For­de­run­gen wol­len die Kom­mu­nis­ten zei­gen, dass eine ande­re Poli­tik sofort die größ­ten sozia­len Pro­ble­me in NRW ent­schär­fen könn­te: Armut und Sozi­al­ab­bau, die Inte­gra­ti­on der Flücht­lin­ge, die Explo­si­on der Mie­ten und die Per­spek­tiv­lo­sig­keit vie­ler Jugend­li­cher. Die Vor­aus­set­zung sieht sie dar­in, die Kriegs­po­li­tik der Bun­des­re­gie­rung zu been­den und die größ­ten Unter­neh­men zu zwin­gen, sozia­le Ver­bes­se­run­gen zu bezah­len. Die Spit­zen­kan­di­da­tin Siw Mammitz­sch fasst zusam­men: «Ein­hei­mi­sche und Flücht­lin­ge haben die­sel­ben Inter­es­sen, und sie haben die­sel­ben Geg­ner: Die Ban­ken und Kon­zer­ne, die von Armut und Krieg pro­fi­tie­ren. Die DKP sagt: ‹Unse­re Will­kom­mens­kul­tur heißt gemein­sam kämp­fen›.» Die Kom­mu­nis­ten for­dern zum Bei­spiel, aus öffent­li­chen Mit­teln 40.000 Arbeits­plät­ze zu schaf­fen, die an den Kran­ken­häu­sern in NRW feh­len, und sofort mit dem Bau von 200.000 Sozi­al­woh­nun­gen zu begin­nen.

Damit die DKP mit einer Lan­des­lis­te kan­di­die­ren darf, muss sie die Unter­schrif­ten von 1.000 Unter­stüt­ze­rIn­nen vor­le­gen, für jeden Direkt­kan­di­da­ten außer­dem 100 Unter­schrif­ten aus dem jewei­li­gen Wahl­kreis. Die DKP hält die­ses Ver­fah­ren, das klei­nen Par­tei­en erschwert zu kan­di­die­ren, für unde­mo­kra­ti­sch. Sie will die Dis­kus­si­on mit mög­li­chen Unter­stüt­zern jedoch dazu nut­zen, um ihre Auf­fas­sun­gen bekann­ter zu machen.

Bei ihrer Lan­des­mit­glie­der­ver­samm­lung wähl­ten die DKP-Mit­glie­der auch eine Lan­des­lis­te für die Bun­des­tags­wah­len. Die DKP will flä­chen­de­ckend mit Lan­des­lis­ten zum Bun­des­tag kan­di­die­ren. Bei ver­gan­ge­nen Wahlen hat­te die DKP häu­fig die Links­par­tei unter­stützt. In der Dis­kus­si­on bei der Ver­samm­lung mach­ten die Mit­glie­der deut­li­ch, dass sich die Kan­di­da­tur der DKP nicht gegen die Links­par­tei rich­te, es gebe an eini­gen Punk­ten Gemein­sam­kei­ten. Sie gehen jedoch davon aus, dass die DKP am meis­ten zur Stär­kung lin­ker Kräf­te bei­tra­gen kann, wenn sie für ihre eige­nen, kon­se­quent anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Auf­fas­sun­gen Unter­stüt­zer gewinnt.

Mari­on Kös­ter, Bezirks­vor­sit­zen­de DKP Ruhr-West­fa­len
Wolf­gang Berg­mann, Mit­glied des Spre­cher­ra­tes
der DKP Rhein­land-West­fa­len


Das Sofort­pro­gramm der DKP für Nord­rhein-West­fa­len zu den Land­tags­wah­len


Ehrung von Bart­hel Ran­kers

Roter Pfef­fer ins
Düre­ner Rat­haus

Porträt Barthel Ramkers.

Unter die­sem Mot­to wur­de am Diens­tag, 18. Okto­ber 2016, in einer öffent­li­chen Ver­an­stal­tung der Deut­schen Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei (DKP) Düren über Kom­mu­nal­po­li­tik dis­ku­tiert. Als Gast für die­se gut besuch­te Ver­samm­lung im Kul­tur­zen­trum Düren (KOMM) konn­te das Bezirks­vor­stands­mit­glied Uwe Koop­mann gewon­nen wer­den. Koop­mann, der selbst zehn Jah­re für die DKP im Rat­haus von Düs­sel­dorf-Ger­res­heim enga­giert war, konn­te anhand kon­kret gemach­ter Erfah­run­gen recht gelun­gen ein Bild davon ent­wer­fen, wie kom­mu­nis­ti­sche Kom­mu­nal­po­li­tik aus­zu­se­hen hat.

Aktu­el­les Bei­spiel: Die DKP setz­te sich in einer außer­par­la­men­ta­ri­schen Akti­on dafür ein, die Hans-Gün­ther-Sohl-Stra­ße in Düs­sel­dorf umzu­be­nen­nen. Offen­sicht­li­ch war aus­ge­blen­det wor­den, dass der Indus­trie­ma­gnat von 1933 bis 1945 NSDAP-Mit­glied und Wehr­wirt­schafts­füh­rer war. In der anschlie­ßen­den Dis­kus­si­on einig­ten sich die Teilnehmer/innen: Arbeit, Sozia­les, Umwelt sowie Anti­fa­schis­mus und Anti­mi­li­ta­ris­mus sol­len zukünf­tig Schwer­punk­te für DKP-Kom­mu­nal­po­li­tik in Düren sein.


Akti­ver und ver­an­ker­ter Genos­se:
Bart­hel Ran­kers

Im Rah­men der Ver­an­stal­tung wur­de das lang­jäh­ri­ge Mit­glied der kom­mu­nis­ti­schen Bewe­gung (erst KPD, dann DKP) Bart­hel Ran­kers geehrt. Schon in sei­ner Jugend war der heu­te 88jäh­ri­ge Ram­kers aktiv im Kampf gegen Remi­li­ta­ri­sie­rung, für ein fried­li­ches und eini­ges Deutsch­land. Dafür wur­de er von der Ade­nau­er-Jus­tiz ver­folgt. Aus einem kom­mu­nis­ti­schen Eltern­haus stam­mend ist er bis heu­te uner­müd­li­ch als Zeit­zeu­ge und von allen geach­te­te kom­mu­nis­ti­sche Per­sön­lich­keit Teil der Düre­ner Öffent­lich­keit. Als Dele­gier­ter der IG-Metall-Senio­ren ist er in Düren immer noch gewerk­schaft­li­ch aktiv.

Für sein jahr­zehn­te­lan­ges gewerk­schaft­li­ches Enga­ge­ment wur­de er 2003 mit der höchs­ten Aus­zeich­nung des DGB, der «Hans-Böck­ler-Medail­le», aus­ge­zeich­net. Wol­gang Scholz von der DKP bezeich­ne­te ihn als ein «Düre­ner Urge­stein». Uwe Koop­mann, Spre­cher des DKP-Bezirks Rhein­land-West­fa­len, über­brach­te die herz­li­chen Glück­wün­sche des DKP-Partei­vorstandes.

Bart­hels Fazit: «Wider­stand ist über­all wich­tig. Des­halb ist es unse­re Auf­ga­be, auch in Düren wie­der mit einem eige­nen Pro­fil auf der Stra­ße sicht­bar zu wer­den!»

Text : Hei­ner Krü­ger und U.Koopmann
Fotos: Hei­ner Krü­ger


Stopp den Steu­er­trick der Atom­kon­zer­ne

Hütchenspieler, Becher als gelbe Atomfässer, aus einem gucken Geldbündel heraus.

Hal­lo, wür­dest Du den Atom­kon­zer­nen 10 Euro geben? Ich sicher nicht. Doch gen­au das droht uns. Denn die AKW-Betrei­ber trick­sen wie­der. Sie wol­len uns über 700 Mio. Euro Steu­ern vor­ent­hal­ten, die sie eigent­li­ch auf ihre Brenn­stä­be bezah­len müss­ten – das sind 10 Euro pro erwach­se­nem Bun­des­bür­ger.

Noch schaut Finanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäub­le weg. Dabei ist er stolz auf sei­nen Ruf als gewief­ter Haus­häl­ter. Wenn wir alle die­ses Bild öffent­li­ch in Zwei­fel zie­hen, kön­nen wir ihn dazu brin­gen, sich von den Kon­zer­nen nicht aus­trick­sen zu las­sen.

Ich habe gera­de einen Eil-Appell an Schäub­le unter­schrie­ben, die Steu­er­ver­mei­dung der Atom­kon­zer­ne zu ver­hin­dern. Hilf auch Du mit und unter­zeich­ne den Cam­pact-Appell

Bes­te Grü­ße
web­mas­ter
Quel­le: Cam­pact


Cam­pact-Appell unter­schrei­ben


Wir ste­hen hin­ter dem wal­lo­ni­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Paul Magnet­te

Porträt: Der wallonische Ministerpräsident Paul Magnette.Gegen CETA

Der wal­lo­ni­sche Minis­ter­prä­si­dent Paul Magnet­te hat durch sei­ne Ver­wei­ge­rung gegen­über dem untrag­ba­ren CETA-Ver­trags­werk im Inter­es­se der Wal­lo­nie und ganz Euro­pas gehan­delt. Damit hielt er wochen­lang all jene Poli­ti­ker und Lob­by­is­ten in Schach, die das Frei­handels­abkommen zwi­schen Kana­da und Euro­pa befür­wor­ten.


Doch was steckt hin­ter CETA, einer Ver­ein­ba­rung, die die Sou­ve­rä­ni­tät des Vol­kes durch die Inter­es­sen mul­ti­na­tio­na­ler Kon­zer­ne beschränkt? Das kann man eigent­li­ch gar nicht so rich­tig sagen, da die Ver­hand­lun­gen so intrans­pa­rent geführt wur­den, dass nicht ein­mal die natio­na­len Par­la­men­te der EU-Mit­glieds­län­der den gesam­ten Ver­trags­text gese­hen haben. Die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen, die wir haben sind:

Schieds­ge­rich­te wer­den Urtei­le zu Rechts­strei­tig­kei­ten zwi­schen Pri­vat­un­ter­neh­men und Staa­ten fäl­len kön­nen, sobald ein Unter­neh­men die Auf­fas­sung ver­tritt, dass die Geset­ze eines Lan­des gegen sei­ne Inter­es­sen ver­sto­ßen.

Tari­fe sämt­li­cher Waren, ins­be­son­de­re land­wirt­schaft­li­cher Güter, wür­den aus­ge­he­belt. Wie sol­len wir zukünf­tig den Import von Pro­duk­ten kon­trol­lie­ren, die zwar in Euro­pa ille­gal, in den USA oder Kana­da zuge­las­sen sind (z.B gene­ti­sch ver­än­der­te Orga­nis­men (GVO) oder mit Wachs­tums­hor­mo­nen gefüt­ter­te Tie­re). Wenn wir uns wei­gern, wer­den uns die Schieds­ge­rich­te wahr­schein­li­ch zwin­gen, die­se Waren zuzu­las­sen.

CETA ist ein tro­ja­ni­sches Pferd für TAFTA. Vie­le Kon­zer­ne die mit dem Ende von TAFTA ihre Hoff­nun­gen begra­ben hat­ten, hof­fen nun auf CETA. Die Unter­zeich­nung von CETA ist eine Wie­der­be­le­bung von TAFTA.

Paul Magnet­te hat im Namen der Wal­lo­nie sei­ne Unter­schrift für die­ses Abkom­men ver­wei­gert. In einem Inter­view mit der fran­zö­si­schen Le Mon­de, hat er neben den drei genann­ten vie­le wei­te­re Gefah­ren benannt. Natür­li­ch ver­sucht man ihn jetzt zu zwin­gen, sich zu doch noch dem immen­sen und ste­ti­gen Druck zu beu­gen. Laut Jus­tin Tru­deau, dem kana­di­schen Pre­mier­mi­nis­ter, kön­ne CETA noch immer unter­zeich­net wer­den.

Mit die­ser Peti­ti­on möch­ten wir Bür­ge­rin­nen und Bür­ger Euro­pas Herrn Paul Magnet­te unter­stüt­zen und ihn ermu­ti­gen, gegen­über Juncker, Tusk, Fre­e­land und Tru­deau stand­haft zu blei­ben!

Emma­nu­el Chaum­ery, Euro­pä­er und Welt­bür­ger
Foto: THIERRY DU BOIS (LE SOIRMAG)


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