Ehrung von Bart­hel Ran­kers

Roter Pfef­fer ins
Düre­ner Rat­haus

Porträt Barthel Ramkers.

Unter die­sem Mot­to wur­de am Diens­tag, 18. Okto­ber 2016, in einer öffent­li­chen Ver­an­stal­tung der Deut­schen Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei (DKP) Düren über Kom­mu­nal­po­li­tik dis­ku­tiert. Als Gast für die­se gut besuch­te Ver­samm­lung im Kul­tur­zen­trum Düren (KOMM) konn­te das Bezirks­vor­stands­mit­glied Uwe Koop­mann gewon­nen wer­den. Koop­mann, der selbst zehn Jah­re für die DKP im Rat­haus von Düs­sel­dorf-Ger­res­heim enga­giert war, konn­te anhand kon­kret gemach­ter Erfah­run­gen recht gelun­gen ein Bild davon ent­wer­fen, wie kom­mu­nis­ti­sche Kom­mu­nal­po­li­tik aus­zu­se­hen hat.

Aktu­el­les Bei­spiel: Die DKP setz­te sich in einer außer­par­la­men­ta­ri­schen Akti­on dafür ein, die Hans-Gün­ther-Sohl-Stra­ße in Düs­sel­dorf umzu­be­nen­nen. Offen­sicht­li­ch war aus­ge­blen­det wor­den, dass der Indus­trie­ma­gnat von 1933 bis 1945 NSDAP-Mit­glied und Wehr­wirt­schafts­füh­rer war. In der anschlie­ßen­den Dis­kus­si­on einig­ten sich die Teilnehmer/innen: Arbeit, Sozia­les, Umwelt sowie Anti­fa­schis­mus und Anti­mi­li­ta­ris­mus sol­len zukünf­tig Schwer­punk­te für DKP-Kom­mu­nal­po­li­tik in Düren sein.


Akti­ver und ver­an­ker­ter Genos­se:
Bart­hel Ran­kers

Im Rah­men der Ver­an­stal­tung wur­de das lang­jäh­ri­ge Mit­glied der kom­mu­nis­ti­schen Bewe­gung (erst KPD, dann DKP) Bart­hel Ran­kers geehrt. Schon in sei­ner Jugend war der heu­te 88jäh­ri­ge Ram­kers aktiv im Kampf gegen Remi­li­ta­ri­sie­rung, für ein fried­li­ches und eini­ges Deutsch­land. Dafür wur­de er von der Ade­nau­er-Jus­tiz ver­folgt. Aus einem kom­mu­nis­ti­schen Eltern­haus stam­mend ist er bis heu­te uner­müd­li­ch als Zeit­zeu­ge und von allen geach­te­te kom­mu­nis­ti­sche Per­sön­lich­keit Teil der Düre­ner Öffent­lich­keit. Als Dele­gier­ter der IG-Metall-Senio­ren ist er in Düren immer noch gewerk­schaft­li­ch aktiv.

Für sein jahr­zehn­te­lan­ges gewerk­schaft­li­ches Enga­ge­ment wur­de er 2003 mit der höchs­ten Aus­zeich­nung des DGB, der «Hans-Böck­ler-Medail­le», aus­ge­zeich­net. Wol­gang Scholz von der DKP bezeich­ne­te ihn als ein «Düre­ner Urge­stein». Uwe Koop­mann, Spre­cher des DKP-Bezirks Rhein­land-West­fa­len, über­brach­te die herz­li­chen Glück­wün­sche des DKP-Partei­vorstandes.

Bart­hels Fazit: «Wider­stand ist über­all wich­tig. Des­halb ist es unse­re Auf­ga­be, auch in Düren wie­der mit einem eige­nen Pro­fil auf der Stra­ße sicht­bar zu wer­den!»

Text : Hei­ner Krü­ger und U.Koopmann
Fotos: Hei­ner Krü­ger