Kom­mu­nal­wahl 2020

Kom­mu­nal­wahl 2020 – Demo­kra­tie in Gefahr. Coro­na-Pan­de­mie ver­hin­dert die Samm­lung von Unter­stüt­zungs­un­ter­schrif­ten und damit die Mög­lich­keit der Kan­di­da­tur von nicht in den Räten und Kreis­ta­gen ver­tre­te­nen Par­tei­en.

Pres­se­mit­tei­lung

Pres­se­mit­tei­lung

Demo­kra­tie
in Gefahr

Coro­na-Pan­de­mie ver­hin­dert die Samm­lung von Unter­stüt­zungs­un­ter­schrif­ten und damit die Mög­lich­keit der Kan­di­da­tur von nicht in den Räten und Kreis­ta­gen ver­tre­te­nen Par­tei­en.


Die Deut­sche Kom­mu­nis­ti­sche Par­tei (DKP) hat in NRW in eini­gen Städ­ten und Krei­sen vor, zur Kom­mu­nal­wahl zu kan­di­die­ren. Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten wur­den, so zum Bei­spiel in Essen, auf Wahl­ver­samm­lun­gen nomi­niert, die For­mu­la­re für die Unter­stüt­zungs­un­ter­schrif­ten lie­gen vor. Jedoch ist das öffent­li­che Leben bekann­ter­ma­ßen durch die Coro­na-Pan­de­mie aktu­ell stark ein­ge­schränkt und es ist nicht abseh­bar, wann die Gefahr gebannt ist. Damit ist ein öffent­li­ches und per­sön­li­ches Sam­meln nicht mög­lich.

In einem Schrei­ben des Innen­mi­nis­te­ri­ums des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len, das uns vor­liegt, wird lapi­dar ver­kün­det, dass «ein etwas ver­kürz­tes Zeit­fens­ter zumut­bar» sei. (Quel­le: RS_S_7141_Erlass) Eine Neu­be­wer­tung der Situa­ti­on soll erst am 19. April 2020 erfol­gen.

Dies stellt uns, eine im Ver­hält­nis rela­tiv klei­ne Par­tei, die auf NRW-Ebe­ne rein ehren­amt­lich arbei­tet, vor eine unlös­ba­re Auf­ga­be.

Haben wir bereits in den letz­ten Jah­ren die unde­mo­kra­ti­sche Hür­de der Unter­schrif­ten­samm­lung kri­ti­siert, konn­ten wir aller­dings in den bis­her übli­chen Zeit­räu­men im Wesent­li­chen die gefor­der­te Zahl von Unter­schrif­ten bei­brin­gen und kan­di­die­ren. Die­ser nun ver­kürz­te Zeit­rah­men ist eine ver­schärf­te Ein­schrän­kung der demo­kra­ti­schen Rech­te. Eine Ver­schie­bung der Kom­mu­nal­wahl erach­ten wir als einen eben­so unde­mo­kra­ti­schen Schritt.

Wir for­dern die Lan­des­re­gie­rung in NRW auf, die Samm­lung von Unter­stüt­zungs­un­ter­schrif­ten für die Kom­mu­nal­wahl 2020 aus­zu­set­zen.

Die DKP behält sich eine Ver­fas­sungs­kla­ge vor.

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Laut Kom­mu­nal­wahl­ord­nung des Lan­des NRW müs­sen Par­tei­en und Wäh­ler­ge­mein­schaf­ten, die nicht im jewei­li­gen Stadt­rat oder Kreis­tag ver­tre­ten sind, soge­nann­te Unter­stüt­zungs­un­ter­schrif­ten von Wahl­be­rech­tig­ten im jewei­li­gen Wahl­ge­biet sam­meln. Die Zahl der erfor­der­li­chen Unter­stüt­zungs­un­ter­schrif­ten hängt von der Grö­ße der Stadt bzw. Gemein­de ab.

Bei­spiel: für die Kan­di­da­tur eines Kan­di­da­ten für das Amt des Ober­bür­ger­meis­ters müs­sen in Essen 450 Unter­schrif­ten erbracht wer­den, für die 41 Direkt­wahl­krei­se jeweils 20 ( § 15 KWahlG.). Die Frist zur Abga­be die­ser Unter­schrif­ten endet am 16. Juli 2020, 59 Tage vor der Wahl.

Essen, den 26. März 2020
Deut­sche Kom­mu­nis­ti­sche Par­tei

DKP Ruhr-West­fa­len
Mari­on Kös­ter, Bezirks­vor­sit­zen­de
Hoff­nungs­tra­ße 18, 45127 Essen

DKP Rhein­land-West­fa­len
Peter Lom­mes, Bezirks­vor­sit­zen­der
Am Stadt­park 68, 51373 Lever­ku­sen


Tele­fo­ni­sche Rück­fra­gen  sind mög­lich bei
Mari­on Kös­ter, Bezirks­vor­sit­zen­de der DKP Ruhr-West­fa­len,
Mobil­num­mer 0175 81 91 378
sowie bei Peter Lom­mes, Bezirks­vor­sit­zen­der der DKP Rhein­land-West­fa­len, Mobil­num­mer: 0172 29 10 303